- so gemütlich - in diesem freien Land in Beeten
blühen Wiesen Unkraut - wird leise verbannt - an den
Rand dort verbrannt neuer Lebensraum man gibt bekannt sie
kam'n allein' nicht klar - also reichten wir die Hand prall ge-
füllt mit frischem Tand darin wie beiläufig ein Band -
hauchdünn geschliffen - zerreißt es jede Magenwand
schau es wird zu Gift woraus - vorher noch 'n Mensch bestand
Stempel drauf - eingereiht - - schon ist der nächste dran

- immer schön brav an der geschmückten Wand entlang - bleib' nicht
stehen um zu reden - schon gar nicht um zu graben - wir
alle kenn'n die Zahl'n Du mußt den Gürtel enger schnall'n ist nur Dein
Hals schmal genug na dann - trag' ihn eben da und halt die
Klappe wie'n Soldat Du weißt ja - ewig Krieg - mußt
nichts weiter wissen ausser dass sie auf Dich ziel'n - wir
schweben durch die Straßen - auf Gedankenblasen - iso-
liert durch Vorurteile - von Menschen und Fragen - ge-

häutet und geschlachtet bei lebendigem Leib -
dafür gibt's'n Zeugnis - und 'ne Karriereleiter
- als Spezialist - in 'ne Nische gepresst - Aas und
Dreck - aus Leviathans - Falten fressend der zu
platzen droh'nd sich strafft - nennt es schmatzend "Fortschritt" -
schwanger mit 'ner Welt - die ein ganz schön toter Ort ist - nimmt
künstlich vorweg so dass nichts von selber wächst - alles
hängt an seid'nen Fäden Scheren längst angesetzt - es

ist so gemütlich - in diesem feinen Land - so
frei und so kühn Fernbedienung in der Hand - schalt' mal
um - guck' ma an - wasses nich so alles gibt geh' ka-
putt geh' zum Arzt werd' geheilt zurückgeschickt an das
Band das da fließt - so funkelt wie Honig -
seien sie dabei denn wir garantier'n es lohnt sich
- auf Leichenbergen bauen wir die Pyramiden - be-
fehlend gleichsam dienend - zu feige um zu lieben